Veröffentlicht February 21, 2026 - Aktualisiert February 21, 2026 - 5 Min. Lesezeit
Wie künstliche Intelligenz Deepfake-Fotos erzeugt
Praxisnaher Überblick über GANs, Diffusionsmodelle und Face-Mapping-Techniken zur Erzeugung realistischer Deepfake-Bilder.
In einer Zeit, in der Sehen nicht mehr automatisch Glauben bedeutet, hat künstliche Intelligenz eine der umstrittensten Bildtechnologien hervorgebracht: Deepfake-Fotos. Diese realistisch wirkenden, aber künstlich erzeugten Bilder verändern den Umgang mit visueller Wahrheit.
Die technische Grundlage der Illusion
Im Zentrum vieler Deepfake-Systeme stehen Generative Adversarial Networks (GANs). Ein Modell erzeugt künstliche Bilder, ein zweites Modell versucht sie als Fälschung zu erkennen.
Durch viele Trainingsrunden verbessert sich der Generator so weit, dass die Ergebnisse für Menschen und Maschinen schwer unterscheidbar werden.
Face Swap und gezielte Manipulation
Neben GANs kommen heute Diffusionsmodelle und Autoencoder-Architekturen zum Einsatz. Face-Swap-Systeme analysieren Gesichtsstruktur, Hauttöne und Landmarken, um eine Identität nahtlos in ein anderes Bild zu integrieren.
Dank leicht bedienbarer Tools können inzwischen auch Nicht-Techniker fotorealistische synthetische Porträts erzeugen.
Hohe gesellschaftliche Risiken
Deepfake-Fotos werden bereits für Desinformation, Identitätsmissbrauch und nicht einvernehmliche intime Inhalte genutzt. Mit wachsender Verfügbarkeit steigen die rechtlichen und sozialen Risiken deutlich.
Erkennung und Gegenmaßnahmen
Forschungsteams entwickeln Erkennungssysteme, die Pixelartefakte, Beleuchtungsfehler und Metadatenanomalien analysieren. Gleichzeitig verbessern sich jedoch die Generierungsmodelle kontinuierlich.
Langfristig braucht es technische Schutzmaßnahmen, Plattformregeln, Aufklärung und belastbare rechtliche Rahmenbedingungen.